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Post-COVID

Symptome und Ursachen

Die Reaktion des Körpers auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 kann ganz unterschiedlich ausfallen. Bei manchen Menschen zeigen sich keine Krankheitssymptome, andere erleben milde Beschwerden und wieder andere schwere Verläufe, die eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich machen. Und ganz unabhängig vom Schweregrad der COVID-19-Erkrankung ist die Corona-Infektion für einige Menschen nach der akuten Phase noch nicht vollständig überstanden. Auch nach der Erkrankung können unterschiedliche gesundheitliche Beschwerden langfristig anhalten oder neu aufkommen. Diese belastenden Langzeitfolgen werden unter den Begriffen Long-COVID oder Post-COVID-Syndrom zusammengefasst.

Was ist Post-COVID?

Wenn mehr als vier Wochen nach der Infektion mit dem Coronavirus – also nach der akuten Krankheitsphase – weiterhin gesundheitliche Beschwerden bestehen oder sich neue entwickeln, spricht man von Long-COVID. Zeigen Betroffene mehr als zwölf Wochen nach der Erkrankung an COVID-19 noch immer Symptome oder treten neue auf, die auf keine andere Ursache zurückgeführt werden können, werden diese Corona-Langzeitfolgen als Post-COVID-Syndrom bezeichnet.

Nach aktuellen Erkenntnissen ist Post-COVID kein einheitliches Krankheitsbild mit eindeutigen Symptomen, sondern umfasst eine Vielzahl möglicher gesundheitlicher Nachwirkungen einer Corona-Infektion und kann unterschiedliche Organsysteme beeinflussen. Die Post-COVID-Symptome können mehrere Wochen bis hin zu mehreren Monaten oder sogar über ein Jahr nach der Erkrankung anhalten.

Wie viele Menschen von Post-COVID betroffen sind, kann nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) weiterhin nicht verlässlich geschätzt werden. Aktuell deuten Studien darauf hin, dass etwa 10 bis 20 Prozent der SARS-CoV-2-Infizierten längerfristige Symptome entwickeln. Das entspricht mehreren Millionen Menschen weltweit.

Welche Faktoren für die Entwicklung von Post-COVID eine Rolle spielen, ist laut RKI noch Gegenstand der Forschung. Die bisherigen Erkenntnisse zeigen, dass Corona-Spätfolgen auch bei milden Verläufen der akuten COVID-19-Erkrankung auftreten können. Sie legen aber auch nahe, dass sich das Risiko mit einem schweren Krankheitsverlauf erhöht. Menschen mit bereits bestehenden gesundheitlichen Problemen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder chronischen Lungenerkrankungen können demnach ebenfalls anfälliger für Post-COVID-Symptome sein. Auch jüngere Erwachsene und Frauen sind nach aktuellem Kenntnisstand ebenfalls häufiger von Long-COVID-Symptomen betroffen.

Symptome nach einer Coronavirus-Infektion

Die Symptome des Post-COVID-Syndroms sind ebenso wie die Ursachen vielfältig und individuell. Betroffene berichten von unterschiedlichsten Beeinträchtigungen der körperlichen, geistigen und psychischen Gesundheit, die ihren Alltag und ihre Lebensqualität negativ beeinflussen. In manchen Fällen treten die Beschwerden bereits in der akuten Erkrankungsphase auf und halten an, in anderen Fällen entwickeln sie sich erst in den Wochen oder Monaten nach der Infektion oder kehren nach einiger Zeit wieder zurück.

Zu den häufigsten Post-COVID-Symptomen zählen:

Erschöpfung (postvirale Fatigue)

Viele Betroffene fühlen sich dauerhaft erschöpft, selbst nach leichten Anstrengungen. Diese Müdigkeit und Erschöpfung nach der Corona-Infektion ist oft so stark ausgeprägt, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr bewältigt werden können.

Atembeschwerden

Auch nach milden Verläufen einer COVID-19-Erkrankung leiden viele Menschen an Kurzatmigkeit, Atemnot oder Husten. Solche Symptome nach der Corona-Infektion können auf Lungenschäden oder eine geschwächte Muskulatur zurückzuführen sein.

Kognitive Beeinträchtigungen

Einige Menschen sind nach einer Coronavirus-Infektion mit Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisproblemen, Wortfindungsstörungen und geistiger Verwirrung konfrontiert. Dieser sogenannte „Brain Fog“ kann das tägliche Leben erheblich erschweren.

Schlafstörungen

Schlafprobleme sind bei Betroffenen weit verbreitet und können die Erholung von der Infektion und weiteren Spätfolgen zusätzlich erschweren.

Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen

Auch mit Gelenk- oder Muskelschmerzen ist Post-COVID häufig verbunden. Sind Schmerzen und muskuläre Schwäche besonders stark ausgeprägt, können Betroffene in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sein.

Kopfschmerzen

Wiederkehrende oder anhaltende Kopfschmerzen sind ebenfalls eine weitverbreitete Langzeitfolge einer Coronavirus-Infektion.

Herz-Kreislauf-Probleme

Einige Betroffene berichten von Herzrasen oder Schwindelgefühlen im Zusammenhang mit Post-COVID. In schweren Fällen können auch ernsthafte Herzprobleme auftreten.

Magen-Darm-Beschwerden

Weitere häufige Symptome des Post-COVID-Syndroms sind anhaltende Bauschmerzen, Durchfall und Übelkeit.

Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns

Auch der Geruchs- und der Geschmackssinn können durch eine COVID-19-Erkrankung beeinträchtigt sein. Während sich die Wahrnehmung bei den meisten Infizierten schnell wieder normalisiert, kann die Beeinträchtigung in manchen Fällen auch länger andauern.

Psychische Belastungen

Ein großer Teil der Betroffenen erlebt im Zusammenhang mit Post-COVID starke psychische Belastungen. Die Symptome schränken sie in ihrer Lebensführung ein und stoßen in vielen Fällen auf Ratlosigkeit seitens der Ärztinnen und Ärzte oder Therapeutinnen und Therapeuten. Nicht selten sind Betroffene mit Unverständnis in ihrem Umfeld konfrontiert. Dies wiederum erhöht das Risiko für psychische Erkrankungen wie Depressionen, Anpassungsstörungen oder Abhängigkeitserkrankungen.

Wie kann Post-COVID diagnostiziert werden?

Die Symptome des Post-COVID-Syndroms überschneiden sich mit denen vieler anderer Erkrankungen und es gibt bisher keine spezifischen Tests, die Post-COVID als Ursache eindeutig bestätigen können. Die Post-COVID-Diagnose kann sich deshalb schwierig gestalten und erfolgt unter anderem durch das Ausschließen anderer Auslöser und Erkrankungen. Sie basiert auf der Krankengeschichte der Betroffenen, den berichteten Symptomen und gründlichen Untersuchungen.

Post-COVID behandeln

Für die Behandlung des Post-COVID-Syndroms gibt es verschiedene Ansätze, die auf die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen abgestimmt sind. Dazu gehören physische Rehabilitation, psychologische Unterstützung und spezielle Therapien für einzelne Symptome wie Atemprobleme oder Erschöpfung. In unseren Heiligenfeld Kliniken bieten wir umfassende Behandlungsprogramme an, die auf die ganzheitliche Genesung abzielen.

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