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Nichtakute psychotische Störungen

Symptome und Ursachen

Zu den Hauptmerkmalen der psychotischen Störungen zählen Beeinträchtigungen der Wahrnehmung, des Denkens und Fühlens und des Ich-Erlebens. Durch die Erkrankung kommt es zu einer erheblichen Störung der allgemeinen Lebensführung und der sozialen Beziehungen.

Symptome von psychotischen Störungen

Um die wesentlichen Symptome psychotischer Störungen – insbesondere der Schizophrenie – zu beschreiben, wurden unterschiedliche Systematiken vorgeschlagen. Eugen Bleuler, ein schweizerischer Psychiater, unterschied zwischen Grund- und akzessorischen Symptomen, Kurt Schneider, ein Psychiater aus Deutschland, zwischen Symptomen ersten und zweiten Ranges. Der Engländer Timothy Crow schlug schließlich eine Unterscheidung zwischen Positiv- und Negativ-Symptomatik vor. Betrachtet man die Schnittmenge dieser Systematiken, können die folgenden typischen Merkmale psychotischer Störungen genannt werden:

Denkstörungen

Hierunter versteht man sowohl eine Beeinträchtigung oder Verzerrung der Denkinhalte als auch eine Störung der Denkweise. Zu den inhaltlichen Denkstörungen gehört vor allem Wahnerleben (bspw. Verfolgungs-, Vergiftungs- oder Größenwahn), bei den formalen Denkstörungen ist vereinfacht gesagt die „Ordnung“ der Gedanken gestört. Die Gedankengänge und Äußerungen der Betroffenen wirken von außen zerfahren, unzusammenhängend und oftmals nicht nachvollziehbar.

Störungen der Wahrnehmung

Hierunter werden insbesondere Halluzinationen, vor allem akustischer Art, verstanden. Betroffene hören in ihrem Kopf sich miteinander unterhaltende Stimmen oder Stimmen, die das Tun der Betroffenen kommentieren. Sogenannte Leibhalluzinationen, also Erlebnisse, die den Körper betreffen, sind ebenfalls häufig zu beobachten (etwa das Gefühl, bestrahlt zu werden oder elektrischem Strom ausgesetzt zu sein).

Ich-Störungen

Damit gemeint sind Erlebensweisen, bei denen Betroffene das Gefühl haben, von außen beeinflusst zu werden, etwa indem sie Gedanken nicht als ihre eigenen empfinden oder sie den Eindruck haben, ihre Handlungen seien durch fremde Impulse gesteuert.

Störungen des Antriebs und der Stimmung

Typisch für psychotische Störungen sind deutliche Beeinträchtigungen der Affektivität. Viele Betroffene zeigen eine depressive Verstimmung, aber auch Gereiztheit, Ängstlichkeit oder ein abgeflachter Affekt – also die Unfähigkeit, Gefühle wie Freude oder Ärger vollständig wahrzunehmen – können auftreten. Im Rahmen der sogenannten Negativ-Symptomatik ist häufig auch Anhedonie zu beobachten, also ein genereller Verlust an Freude und Interessen, ein Rückzug aus sozialen Beziehungen und insgesamt eine verminderte Aktivität, manchmal bis hin zu einem regelrechten Erstarren. Genauso kann der Antrieb aber auch gesteigert sein.

Störungen der Psychomotorik

Hier finden sich Formen der psychomotorischen Erregung (Unruhe und „Hippeligkeit“, starker Bewegungsdrang bis hin zu selbst- oder fremdaggressiven Verhaltensweisen) oder auch die gegenteilige Form, also eine Bewegungsarmut, Verlangsamung oder Starre, Sprachverarmung bis hin zum völligen Sprachverzicht.

Symptome nach einer psychotischen Episode

Während bspw. Störungen der Wahrnehmung oder des Denkens während einer akuten psychotischen Episode auftreten, sind die nichtakuten Phasen durch andere Symptome gekennzeichnet. Hier kommt es in deutlicherem Ausmaß zum Auftreten der sog. Negativ-Symptomatik. Betroffene ziehen sich zurück, zeigen einen verminderten Antrieb, depressive Verstimmung, vernachlässigen ihr Äußeres und wirken insgesamt sehr in sich gekehrt, manchmal regelrecht apathisch.

Warum behandeln wir in den Heiligenfeld Kliniken lediglich nichtakute psychotische Störungen?

Für die Behandlung einer psychotischen Episode sind Medikamente von zentraler Bedeutung. Außerdem bedarf es eines Behandlungssettings, in dem auch mit den teils heftigen Erregungszuständen und dem Risiko einer Fremd- oder Selbstgefährdung angemessen umgegangen werden kann. Psychotherapeutische Behandlungsansätze, wie wir sie in unseren Kliniken primär verfolgen, sind vor allem im Anschluss an die akutpsychiatrische Therapie wichtig, zur Langzeitstabilisierung und für die Rückfallprophylaxe.

Nichtakute psychotischen Störungen behandeln

In unseren Kliniken behandeln wir Patientinnen und Patienten mit Psychoseerfahrungen.
Eine vertrauensvolle und empathische Zusammenarbeit ist uns dabei besonders wichtig.

Wir sind für Sie da!

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