ADHS bei Erwachsenen
Behandlung und Therapie – Verstehen und persönliche Stärken nutzen
Die Behandlung der AD(H)S ist dann angezeigt, wenn es durch die typischen Symptome zu deutlichen Beeinträchtigungen im beruflichen und privaten Alltag kommt. Am wirkungsvollsten hat sich ein kombiniertes Vorgehen aus medikamentöser Therapie und Psychotherapie erwiesen.
Wie werden ADHS-Störungen bei Erwachsenen behandelt?
Pharmakotherapie
Mittel der ersten Wahl für die medikamentöse Behandlung der AD(H)S im Erwachsenenalter ist der Wirkstoff Methylphenidat, am besten in der sog. retardierten Form. Die Dosierung ist individuell zu besprechen, ebenso wie das Vorliegen möglicher Kontraindikationen, die eventuell ein Ersatzpräparat erforderlich machen. Durch die Einnahme werden die typischen AD(H)S-Symptome deutlich reduziert.
Psychotherapie
Durch die AD(H)S kommt es bei den Betroffenen in vielen Fällen zu massiven psychosozialen Problemen. Partnerschaftliche Schwierigkeiten, Herausforderungen in der Berufsausübung sowie grundsätzlich in der Alltagsgestaltung und manchmal auch im Kontakt mit dem Gesetz begründen den psychotherapeutischen Bedarf. Ein verhaltenstherapeutisches und klar strukturiertes Vorgehen hat sich als besonders wirksam erwiesen. Neben der Verbesserung des Krankheitsverständnisses geht es vor allem um Möglichkeiten der Stressreduktion und des Umgangs mit belastenden Emotionen. Achtsamkeitsorientierte Methoden und die Förderung zwischenmenschlicher Kompetenzen kommen hinzu.
So behandeln wir ADHS
In der Therapie von AD(H)S folgen wir einerseits den medizinischen Leitlinien, andererseits kommt hier unser ganzheitlicher Behandlungsansatz zum Tragen. Eingebunden in eine therapeutische Gemeinschaft, erhalten Betroffene eine fundierte Therapie, die individuelle und zwischenmenschliche Herausforderungen durch das AD(H)S gleichermaßen berücksichtigt. Psychotherapie und Pharmakotherapie ergänzen sich wirkungsvoll.
Zu den Therapiezielen in der Behandlung von AD(H)S gehört, …
- das krankheitsbezogene Wissen zu verbessern
- die Krankheitsbewältigung zu stärken
- Angst und Unsicherheit zu reduzieren
- den Umgang mit den Symptomen zu verbessern
- ein positives Selbstkonzept zu fördern
- die Bereitschaft zur medikamentösen Behandlung zu erhöhen
- Über- bzw. Unterforderungssituationen vorherzusehen und zu vermeiden
- die Rückfallprophylaxe zu verbessern
- das familiäre Miteinander zu stärken
- das Gesundheitsverhalten zu fördern
Dr. med. Hans-Peter Selmaier
Chefarzt der Parkklinik Heiligenfeld und stellv. Ärztlicher Direktor
Dr. med. Hans-Peter Selmaier
Chefarzt der Parkklinik Heiligenfeld und stellv. Ärztlicher Direktor
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