Abhängigkeitserkrankungen
Symptome und Ursachen
Abhängigkeitserkrankungen entwickeln sich oft unbemerkt und können jeden Menschen treffen. Am Anfang des schleichenden Weges in die Abhängigkeit, steht die scheinbar positive Wirkung eines Suchtmittels wie etwa Alkohol oder Nikotin: Stress, Angst und andere belastende Gefühle sind für eine Weile leichter zu ertragen. Doch mit der Zeit wird das Verlangen nach dieser empfundenen Erleichterung immer stärker und der Konsum des Suchtmittels nimmt zu.
Zu den prägenden Symptomen von Abhängigkeitserkrankungen gehört, dass Betroffene zunehmend die Kontrolle verlieren, während die Abhängigkeit zum zentralen Lebensinhalt wird und alles andere überschattet. Was als Lösung für Probleme begann, wird selbst zum Problem – ein Teufelskreis, aus dem Betroffene oft alleine nicht mehr herausfinden. Abhängigkeitserkrankungen und ihre Symptome beeinflussen das Denken, Fühlen und Verhalten und bringen dadurch nicht nur negative Konsequenzen für die körperliche Gesundheit mit sich, sondern auch für soziale Beziehungen und das private und berufliche Leben.
Störungen durch psychotrope Substanzen, speziell Alkohol, bilden die dritthäufigste Gruppe psychischer Erkrankungen.
Menschen gelten in Deutschland als alkoholabhängig.
Die Zahl drogenbedingter Todesfälle ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.
Symptome einer Abhängigkeitserkrankungen
Die Symptome von Abhängigkeitserkrankungen entstehen über einen längeren Zeitraum hinweg, sodass sie in vielen Fällen erst einmal nicht auffallen. Auf Dauer sind die schädlichen Folgen erheblich und beeinflussen nicht nur das Leben der Betroffenen selbst, sondern auch deren gesamtes soziales Umfeld.
Um von einer Abhängigkeitserkrankung zu sprechen, muss eine Reihe von definierten Kriterien erfüllt sein
Für viele Betroffene bedeutet es eine große Hemmschwelle, sich ihre Abhängigkeitserkrankung einzugestehen. Auch im Familien- oder Freundeskreis besteht häufig die Tendenz, die Abhängigkeit zu verharmlosen oder zu ignorieren. Nahestehende verschließen die Augen vor Veränderungen im Verhalten der Betroffenen, bagatellisieren die Anzeichen und Symptome einer Abhängigkeitserkrankung oder treten sogar in eine Form von „Komplizenschaft“.
Indem sie Betroffene gegenüber anderen in Schutz nehmen oder Verantwortung für deren Handeln übernehmen, vermeiden sie zwar kurzfristig Konflikte, können aber langfristig unabsichtlich zur Verschärfung der Situation beitragen.
Ursachen einer Abhängigkeitserkrankung
Die Ursachen von Abhängigkeitserkrankungen und ihren Symptomen sind vielschichtig und beruhen auf einem komplexen Zusammenspiel körperlicher, psychischer und sozialer Faktoren. Einige Risikofaktoren können die Wahrscheinlichkeit dafür erhöhen, dass eine Person eine Abhängigkeitserkrankung entwickelt.
Genetische Veranlagung
Menschen mit einer familiären Vorgeschichte von Suchterkrankungen tragen ein erhöhtes Risiko, selbst eine Abhängigkeit zu entwickeln. Bestimmte Gene können die Empfindlichkeit gegenüber Suchtmitteln und deren Wirkung auf das Belohnungssystem im Gehirn beeinflussen. Diese genetischen Unterschiede können dazu führen, dass einige Menschen stärker auf die positiven Effekte von Suchtmitteln reagieren.
Psychische Gesundheit
Menschen, die von Depressionen, Angststörungen oder anderen psychischen Erkrankungen betroffen sind, greifen tendenziell häufiger zu Suchtmitteln, um die Symptome zu lindern. Diese Substanzen als eine Form der Selbstmedikation zu verwenden, kann jedoch schnell in eine Abhängigkeit führen. Auch psychische Belastungen wie Stress, Traumata oder mangelnde emotionale Bewältigungsstrategien verstärken die Neigung, Suchtmittel zu konsumieren.
Einfluss des sozialen Umfelds
Das soziale Umfeld, insbesondere in der Kindheit und Jugend, hat einen erheblichen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit, eine Abhängigkeit zu entwickeln. Wenn Kinder in Familien aufwachsen, in denen etwa häufig Alkohol oder Drogen konsumiert werden, neigen sie eher dazu, dieses Verhalten zu übernehmen. Auch Gruppen von Gleichaltrigen oder Freundeskreise, in denen der Konsum von Suchtmitteln als normal angesehen wird, können eine entsprechende Wahrnehmung prägen.
Kulturelle und gesellschaftliche Faktoren
Die Gesellschaft und Kultur, in der eine Person lebt, beeinflussen ebenfalls das Risiko einer Abhängigkeit. In Kulturen, in denen der Konsum bestimmter Suchtmittel weit verbreitet und sozial akzeptiert ist, treten auch Abhängigkeitserkrankungen wahrscheinlicher auf. Je leichter Alkohol, Zigaretten oder andere Suchtmittel zugänglich sind, desto häufiger werden sie auf ungesunde Art und Weise konsumiert.
Persönliche Erfahrungen und Lebensumstände
Individuelle Lebensumstände wie Armut, Arbeitslosigkeit, soziale Isolation oder chronischer Stress können ebenfalls zu Abhängigkeitserkrankungen führen. Menschen in schwierigen Lebenssituationen suchen oft nach Möglichkeiten, ihren emotionalen Schmerz oder Stress zu lindern und greifen dabei auch zu Suchtmitteln. Traumatische Erlebnisse, insbesondere in der Kindheit, sind ein weiterer Risikofaktor, der das Bedürfnis nach einer vermeintlichen Erleichterung durch Suchtmittel verstärken kann.
Was sind die Auswirkungen von
Abhängigkeitserkrankungen auf den Körper?
Als Folge von Abhängigkeitserkrankungen und ihren Symptomen können im Laufe der Zeit schwere und irreversible körperliche Gesundheitsschäden auftreten. Je früher die Abhängigkeit erkannt und behandelt wird, desto besser lassen sich die Schäden begrenzen. Abhängig von der Art des Suchtmittels und der Intensität des Konsums können die Auswirkungen auf den Körper von leichten Beeinträchtigungen bis hin zu schwerwiegenden, lebensbedrohlichen Zuständen reichen.
Abhängigkeitserkrankungen behandeln
Das ganzheitlichen Therapiekonzept der Heiligenfeld Kliniken unterstützt Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen, ihre Abhängigkeit zu hinterfragen, neue Lebensstrategien zu entwickeln und wieder eine positive Verbindung zu sich selbst und ihrem Umfeld aufzubauen. Die speziell darauf ausgelegten Behandlungsangebote ermöglichen eine nachhaltige Genesung und bereiten Patientinnen und Patienten darauf vor, den Herausforderungen des Lebens zu begegnen ohne auf das Suchtmittel zurückzugreifen.
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