Post-COVID
Behandlung und Therapie – Langzeitfolgen überwinden und Lebensqualität steigern
Die Behandlung von Post-COVID erfordert ein breites Spektrum an therapeutischen Ansätzen, um die verschiedenen und oft langanhaltenden Beschwerden zu lindern. Zu den gängigen Methoden gehören physische Rehabilitation, psychotherapeutische und sozialpädagogische Unterstützung sowie weitere Ansätze.
Auch in unseren Kliniken haben wir ein spezialisiertes Programm zur Post-COVID-Behandlung entwickelt. Durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen unterstützen wir Betroffene umfassend. Der interdisziplinäre Behandlungsansatz ermöglicht eine passgenaue Therapie, die sowohl körperliche als auch psychische Corona-Nachwirkungen effektiv adressiert und die Lebensqualität nachhaltig verbessert.
Wie wird Post-COVID generell therapiert?
Bei der Post-COVID-Therapie ist eine ganzheitliche Herangehensweise gefragt, um körperliche und psychische Auswirkungen gleichermaßen zu berücksichtigen.
Medizinische Betreuung
Ein zentraler Bestandteil der Therapie ist die medizinische Betreuung. Der Gesundheitszustand der Betroffenen wird von Ärztinnen und Ärzten verschiedener Fachrichtungen durch regelmäßige Untersuchungen überwacht und die Behandlung entsprechend angepasst. Auch Medikamente können zur Linderung von Beschwerden wie zum Beispiel Kopfschmerzen oder Schlafstörungen und als unterstützende Maßnahme zur Genesung eingesetzt werden.
Psychotherapeutische Unterstützung
Das Post-COVID-Syndrom bringt Belastungen mit sich, die nicht leicht zu bewältigen sind und die das Risiko erhöhen, dass Betroffene psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen entwickeln. Deshalb spielt auch die Psychotherapie eine wichtige Rolle. In Einzel- und Gruppentherapien arbeiten Betroffene mit Therapeutinnen und Therapeuten daran, mit diesen Belastungen umzugehen. Selbsthilfegruppen bieten zusätzlich die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen.
Physiotherapeutische Maßnahmen
Im Kontext der Post-COVID-Behandlung wird Physiotherapie dafür eingesetzt, die körperliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen und Beschwerden wie Muskel- und Gelenkschmerzen zu lindern. Zu den Maßnahmen gehören gezielte körperliche Übungen und Atemtherapien, die die Lungenfunktion verbessern.
Ernährungsberatung
Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Genesung und stärkt das Immunsystem. Im Rahmen einer Ernährungsberatung können individuelle Ernährungspläne erstellt werden, die auf die spezifischen Bedürfnisse und gesundheitlichen Gegebenheiten der Patientinnen und Patienten zugeschnitten sind.
Sozialpädagogische Unterstützung
Bei der Wiedereingliederung in den Alltag und in die Arbeitswelt können Menschen, die von Post-COVID betroffen sind, von Sozialpädagoginnen und -pädagogen unterstützt werden. Sie helfen bei allen sozialen und beruflichen Fragestellungen und bei der Bewältigung von Schwierigkeiten im alltäglichen Leben.
Behandlung von Post-COVID in unseren Kliniken
Wir bieten eine umfassende und interdisziplinäre Therapie zur Behandlung von Post-COVID-Symptomen an. Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Klinische Psychologinnen und Psychologen sowie unsere Teams aus den Bereichen Bewegungs-, Sport- und Physiotherapie, Ernährungsberatung und Sozialpädagogik arbeiten eng zusammen, um eine ganzheitliche und auf die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmte Betreuung zu gewährleisten.
Parkklinik Heiligenfeld
Am Standort Bad Kissingen wird durch die enge Vernetzung unserer Parkklinik Heiligenfeld mit der Luitpoldklinik Heiligenfeld eine umfassende somatische und psychosomatische Diagnostik ermöglicht. Vor dem Hintergrund der vielfältigen Symptome des Post-COVID-Syndroms stellt diese Zusammenarbeit sicher, dass jede Therapie passgenau auf die Beschwerden der Patientinnen und Patienten abgestimmt ist.
Therapieziele bei der Behandlung von Post-COVID
Die individuellen Therapiepläne sind auf eine Reihe von Zielen ausgerichtet, die zu einer Verbesserung des Wohlbefindens beitragen.
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Erwerb von Wissen und Kompetenzen:
Patientinnen und Patienten lernen, wie sie mit Stress und Belastungen umgehen können. -
Verhinderung von Endlosschleifen:
In der Post-COVID-Therapie werden Strategien entwickelt, um den Kreislauf von Schmerz oder Erschöpfung und übermäßiger Schonung zu durchbrechen. -
Wiederherstellung des Gleichgewichts:
Ein Gleichgewicht zwischen Yin und Yang, Anspannung und Entspannung wird angestrebt. -
Krankheitsverarbeitung:
Patientinnen und Patienten werden dabei unterstützt, die Krankheit zu verarbeiten und zu akzeptieren. -
Ressourcenaktivierung:
Auf dem Weg zu mehr Lebensqualität wird die Salutogenese gefördert und persönliche Ressourcen werden aktiviert. -
Modifikation negativer Kognitionen:
Patientinnen und Patienten lernen, negative Gedankenmuster und selbsterfüllende Prophezeiungen zu verändern. -
Bewältigung von Bedrohung und Verlust:
Die Therapie unterstützt bei der Auseinandersetzung mit Bedrohungs- und Verlustgefühlen sowie bei deren Bewältigung. -
Verminderung psychischer Beschwerden:
Psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angstzustände, die neben dem Post-COVID-Syndrom auftreten, werden behandelt. -
Steigerung der Selbstwirksamkeit:
Patientinnen und Patienten werden aktiver und erleben Selbstwirksamkeit. -
Wachstum nach der Krise:
Um eine nachhaltige Verbesserung zu erreichen, werden Resilienz und persönliches Wachstum nach der Krise gefördert.
Ziele zur Behandlung körperlicher Beschwerden:
- Symptom-Management:
Patientinnen und Patienten werden im Umgang mit den Symptomen und in der Verbesserung ihrer Atmung geschult. - Leistungssteigerung:
Die körperliche Leistungsfähigkeit, Kraft, Kondition und Fitness werden gesteigert. - Reduzierung von Krankheitssymptomen:
Körperliche Symptome wie Schmerzen werden im Rahmen der umfassenden Behandlung gelindert. - Vertrauen in den Körper:
Die Therapie unterstützt dabei, das Vertrauen in die körperliche Belastbarkeit und in die Funktionsfähigkeit des Körpers zurückzugewinnen.
Dr. med. Hans-Peter Selmaier
Chefarzt der Parkklinik Heiligenfeld und stellv. Ärztlicher Direktor
Dr. med. Hans-Peter Selmaier
Chefarzt der Parkklinik Heiligenfeld und stellv. Ärztlicher Direktor
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