Impulskontrollstörungen
Behandlung und Therapie – Impulse verstehen und steuern lernen
Eine Impulskontrollstörung stellt Betroffene und deren Umfeld im Alltag vor große Herausforderungen. Je früher die Erkrankung behandelt und je individueller die Therapie an die Betroffenen angepasst wird, desto besser lassen sich langfristige Folgen vermeiden. Zur Behandlung von Impulskontrollstörungen wird Psychotherapie eingesetzt, bei Bedarf in Kombination mit Medikamenten.
In unseren Kliniken behandeln wir unterschiedliche Impulskontrollstörungen im Rahmen unseres ganzheitlichen Therapiekonzepts. Wir geben Ihnen hilfreiche Werkzeuge für einen kontrollierten Umgang mit Ihren Impulsen an die Hand.
Unser Behandlungsangebot bei Impulskontrollstörungen
Um Störungen der Impulskontrolle nachhaltig zu behandeln, kommen unterschiedliche therapeutische Methoden und Verfahren zur Anwendung:
- Die Stimuluskontrolle umfasst das Erkennen und Vermeiden von Auslösern, die zu impulsivem Verhalten führen könnten. Sie hilft Ihnen, Ihre Umgebung so zu gestalten, dass Sie weniger häufig mit diesen Auslösern konfrontiert werden.
- Die Identifikation dysfunktionaler Gedanken zielt darauf ab, negative oder irrationale Gedankenmuster zu erkennen, die zu impulsivem Verhalten beitragen können. Durch kognitive Umstrukturierung lernen Sie, diese Gedanken zu hinterfragen und durch realistischere und positivere zu ersetzen.
- Beim Aufbau alternativer Verhaltensweisen geht es darum, neue, gesündere Verhaltensmuster zu entwickeln und zu festigen und auf diese Weise die impulsiven Handlungen zu ersetzen. Rollenspiele, Verhaltensexperimente und andere therapeutische Übungen sind hier besonders hilfreich und wirksam.
Dr. med. Hans-Peter Selmaier
Chefarzt der Parkklinik Heiligenfeld und stellv. Ärztlicher Direktor
Dr. med. Hans-Peter Selmaier
Chefarzt der Parkklinik Heiligenfeld und stellv. Ärztlicher Direktor
Weitere Behandlungsangebote
Achtsamkeitspraxis und Meditation
Elemente aus der Achtsamkeitspraxis und Meditation sind ebenfalls Teil unserer ganzheitlichen Therapie von Impulskontrollstörungen. Diese Techniken fördern die bewusste Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments und helfen Ihnen, Ihre Gedanken und Gefühle zu beobachten, ohne impulsiv darauf zu reagieren. Ein verstärkter Fokus auf Achtsamkeit kann Stress reduzieren und die emotionale Stabilität verbessern. Das menschliche Miteinander und die soziale Interaktion in der therapeutischen Gemeinschaft unterstützen zusätzlich.
Medikamentöse Therapie
Ergänzend ist bei einer Impulskontrollstörung auch eine medikamentöse Therapie möglich. Medikamente werden nur nach Bedarf und stets in Rücksprache mit Ihnen im Behandlungsplan mitberücksichtigt. So können zum Beispiel Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI eingesetzt werden, um die emotionale Regulation zu unterstützen.
Ziele bei der Therapie von Impulskontrollstörungen
Die Therapie von Impulskontrollstörungen ist vor allem darauf ausgerichtet, dass Sie Ihre Impulse und Emotionen besser regulieren können. Konkret werden dabei mehrere Therapieziele verfolgt:
Erkennen und Verstehen der Impulse
Zunächst ist es wichtig, ein Bewusstsein für die eigenen Impulse und deren Auslöser zu entwickeln und die kognitiven und emotionalen Prozesse zu verstehen, die zu impulsiven Handlungen führen.
Verbesserung der Selbstkontrolle
Die Entwicklung von Strategien zur Selbstregulation und zur Impulskontrolle ist ein zentraler Baustein der Behandlung. Achtsamkeits- und Entspannungsübungen können genutzt werden, um impulsives Verhalten zu reduzieren. Dazu trägt auch das Erkennen und Nutzen persönlicher Stärken bei.
Verhaltensänderung
An die Stelle des impulsiven Verhaltens treten alternative Verhaltensweisen, die es konsequent einzuüben gilt.
Verbesserung der sozialen Fähigkeiten
Damit Sie bei Bedarf auch im zwischenmenschlichen Bereich wieder mehr Sicherheit gewinnen, spielen die Förderung von Kommunikationsfähigkeit und Konfliktmanagement sowie die Weiterentwicklung von Empathie und sozialer Kompetenz eine wichtige Rolle.
Reduktion von Komorbiditäten
Impulskontrollstörungen treten häufig gleichzeitig mit anderen psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen auf. Diese werden im Rahmen unserer ganzheitlichen Therapie ebenfalls behandelt.
Langfristige Stabilisierung
Um die Wahrscheinlichkeit für Rückfälle zu minimieren, ist ein individueller Präventionsplan sinnvoll. Durch unser umfangreiches Nachsorge-Angebot im Anschluss an den Klinikaufenthalt können langfristige Erfolge gesichert werden.
In diesen Kliniken behandeln
wir Impulskontrollstörungen
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